H2

Fachlichkeit ist mir ein zentrales Anliegen. Ich habe mich daher bewusst bei meiner Weiterbildung zum Systemischen Berater für ein Angebot entschieden, welches durch einen der großen systemischen Verbände (DGSF –Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V.) anerkannt und zertifiziert ist. Die Ethik-Richtlinen des DGSF sind für mich Basis für mein Handeln und finden sich in meinen Qualitätsstandards wieder.

Meine Beratung und Prozessbegleitung wird geprägt durch folgende Grundhaltungen:

  • eine wertschätzende und respektvolle Haltung gegenüber allen Beteiligten
  • Ressourcen- und Lösungsorientierung statt Defizitfokus
  • ein konstruktivistisches Verständnis von Wirklichkeit und Kontexten
  • eine neugierige, suchende und nicht-wissende Haltung
  • Hypothesenbilden und -verwerfen als dynamischer Prozess
  • Allparteilichkeit sowie bewusste Neutralität
  • eine kritisch-reflektierende Distanz gegenüber Autoritäten, Methoden und Modellen
  • Klient*innen- bzw. Kundenorientierung im Sinne von Selbstbestimmung und Auftragsklarheit

 

Leitlinien meiner Arbeit 

Transparenz und Fairness. Ein professionelles Beratungssetting ist für mich untrennbar mit Transparenz und Fairness verbunden. Ich verstehe meine Arbeit nicht als den Verkauf einer Programmatik oder lockender Versprechungen, sondern als einen begleitenden Prozess. Fairness bedeutet hierbei, ausschließlich das anzubieten, was fachlich, ethisch und im Rahmen meiner Beratung sinnvoll und verantwortbar ist.Transparenz heißt für mich, auf die Grenzen meiner Arbeit hinzuweisen, diese klar zu kommunizieren sowie eine nachvollziehbare und klare Angebots- und Auftragsgestaltung sicherzustellen.

Vertraulichkeit und Schweigepflicht. Vertraulichkeit ist eine grundlegende Voraussetzung für jede professionelle Beratungsbeziehung. Als staatlich anerkannter Sozialarbeiter unterliege ich der Schweigepflicht gemäß § 203 StGB. Alle im Rahmen meiner Tätigkeit bekannt gewordenen Informationen und Gesprächsinhalte werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche und konkrete Schweigepflichtentbindung vor oder es besteht eine gesetzliche Verpflichtung.

Verantwortung und Autonomie. Ich trage die fachliche Verantwortung für meine beratende Tätigkeit sowie für die Auswahl und Anwendung der eingesetzten Methoden und Interventionen. Zu meiner professionellen Verantwortung gehört es außerdem, sensibel für Überforderung und Grenzüberschreitungen zu sein und diese offen zu thematisieren. Ich gestehe meinen Kund*innen ihre Autonomie zu sowie die Verantwortung dafür, welche Impulse sie aus der Beratung für sich nutzen und in ihr Leben integrieren möchten.

Positionierung und Einmischung. Gezielte Neutralität in der Beratungshaltung dient der Erweiterung von Blickwinkeln und Möglichkeitsräumen. Sensibilität für Themen wie sexuelle Orientierung, Geschlechterrollen (Gender), Herkunft und Milieuprägung sind daher wichtige Bestandteile meiner Arbeit. Dort, wo diskriminierende Haltungen, Abwertungen oder eine offensichtliche Gefährdung von Personen deutlich werden, kann jedoch auch eine Positionierung und Einmischung zugunsten von Vielfalt und Gleichberechtigung gerechtfertigt sein.

Selbstreflexion und Qualitätssicherung. Um meinem fachlichen Anspruch gerecht zu werden, ist kontinuierliche Selbstreflexion für mich selbstverständlich. Dies betrifft sowohl meine eigene Haltung als auch die von mir begleiteten Prozesse. Zur fachlichen Weiterentwicklung und Qualitätssicherung habe ich mich mit anderen beratend und therapeutisch tätigen Personen zu einem Interventionsnetzwerk zusammengeschlossen.